bookmark_borderRezension zu „Abwesenheitsnotiz“ von Lisa Owens

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über das NETGALLEY erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

 

Autor: Lisa Owens 
Buchtitel: Abwesenheitsnotiz
Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Seiten:  288 Seiten
ISBN/ASIN: 9783492057479

Klapptext:

Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten“, sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.

Meine Meinung:

Puh, nach dieser Lektüre fühlt man sich etwas erschlagen. Nicht einmal im negativem Sinn, aber man wird sehr nachdenklich. Ich habe schon während der Lektüre immer wieder Pausen eingelegt, um über das, was ich gelesen habe, nachzudenken.

Lisa Owens Roman ist vom Schreibstil her etwas ganz anderes. Man erhält nicht, wie man es gewohnt ist, einen Text, der nur in Kapitel gegliedert ist. Stattdessen gibt es Oberkapitel unter denen man Momentaufnahmen, ja teilweise fast Notizen finden kann.

Inhaltlich zieht sich durch alles als roter Faden die Suche von Clarie nach dem Job der sie glücklich macht. Auf diesem Weg schweift sie immer wieder ab. Man erlebt Telefonate, Gespräche und Eindrücke, die sie von ihrer Umgebung aufnimmt, mit. Man erfährt hautnah, was sie denkt und manchmal findet man sich selbst in diesen Gedanken wieder. Das sind die Momente, in denen man beginnt selbst zu reflektieren, ob das, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen oder was uns wichtig ist, so wie wir es wahrnehmen wirklich stimmig ist. Auch die Suche nach dem richtigem Job ist etwas, was einen wohl immer wieder beschäftigt und so fand ich  mich in diesem Buch sehr oft wieder.

Fazit:

Ein etwas anderer Roman, der einen dazu bringt, darüber nachzudenken, was einem im Leben wirklich wichtig ist.

5 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Kuss der Dämmerung – Black Dagger Legacy 1“ von J. R. Ward

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

Autor: J. R. Ward
Buchtitel: Kuss der Dämmerung
Reihentitel: Black Dagger Legacy 1
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2016
Seiten:  512 Seiten
ISBN: 978-3453317772

Klapptext:

Die junge Paradise stammt aus bestem Hause – immerhin ist ihr Vater der erste Ratgeber des Vampirkönigs Wrath. Von ihr wird vor allem eines erwartet: eine gute Partie zu machen. Paradise allerdings will kein Leben im goldenen Käfig führen und wagt einen für eine junge Aristokratin skandalösen Schritt: Sie lässt sich von der Bruderschaft der BLACK DAGGER zur Kämpferin ausbilden. Aber das Training und die Vampirbrüder sind knallhart, und ihre neuen Mitschüler feinden sie an. Erst als Paradise dem gefährlich gut aussehenden Craeg begegnet, scheint sich das Blatt zu wenden. Doch Craeg verbirgt mehr als ein Geheimnis …

Meine Meinung:

Das Spin-off aus dem Black Dagger Universum zeichnet sich durch einen ähnlichen Stil aus, den die ersten Bücher der Reihe hatten.  Man begegnet sowohl altbekannten Mitgliedern der Bruderschaft, als auch neuen Charakteren, die die Verstärkung im Krieg gegen die Lesser sein sollen.

Es stehen zwei Pärchen im Vordergrund der Handlung – Paradise und Craeg, als eigentliches Pärchen – doch auch Butch und Marissa aus der ursprünglichen Reihe erhalten hier eine Nebenstory.

Mir gefällt, das wieder mehr Dynamik in der Geschichte ist und nicht alles an den Haaren herbeigezogen zu sein scheint, wie es in den letzten Bänden der Reihe leider zu oft der Fall war. Auch das man mehr Einblicke in das Leben von anderen Schichten, außerhalb der Bruderschaft enthält – und sei es auch nur minimal – fand ich erfrischend. Zu erfahren, wie sich das „Normale Volk“ und die Glymra während der Überfälle verhalten haben, ermöglichte einen ganz anderen Blick auf die Gesellschaftsformen.

Paradise und Craeg überzeugen durch ihre Widerspenstigkeit einer Beziehung gegenüber und halten konstant die Spannung aufrecht, da sie sich wie magisch voneinander angezogen zu fühlen scheinen, doch irgendwie alles gegen sie zu sprechen scheint. Besonders das die beiden einfach nicht vernünftig miteinander reden, sorgt für das eine oder andere Missverständnis.

Das diese Beiden Pärchen in dem Buch zusammen eine Geschichte erhalten, fand ich anfangs zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch gerade wenn man sich die einzelnen Personen betrachtet, fallen einem zahlreiche Parallelen auf. Sei es nun, das Paradise und Marissa der Glymra entstammen, während ihre Partner aus einem „niedrigerem Stand“ kommen oder dass diese Partner ihre Frauen immer unterschätzen und sie behüten wollen.

Zu überraschenden Wendungen führten die Ermittlungen von Butch und warfen für mich einige Vermutungen über den Haufen – ich hatte jemand anderen im Verdacht.

Fazit:

Alles in allem kann ich nur sagen: Ein absolutes MUSS für alle Fans der Black Dagger und ich hoffe, das man auf die Übersetzung des zweiten Bandes nicht zu lange warten darf.

5 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Highspeed Love“ von Chris P. Rolls

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über Vorablesen.de erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

 

Autor: Chris P. Rolls
Buchtitel: Highspeed Love
Verlag: Forever Ullstein
Erscheinungsdatum: 13.05.2016
Seiten: 288 Seiten
ISBN: 978-3-95818-074-

Klapptext:

Zu Beginn der Motocrosssaison bekommt der erfolgreiche Rennfahrer Cole einen neuen Mechaniker: Es ist ausgerechnet Maxwell, der Zwillingsbruder von Coles altem Erzfeind und härtestem Konkurrenten.

Maxwell sieht seinem attraktiven Bruder zum Verwechseln ähnlich und bringt damit Coles Gefühle ganz schön durcheinander. Gleichzeitig weiß Cole nicht, ob er dem Neuen trauen kann. Während Cole sich mit seinen widerstreitenden Gefühlen auseinandersetzt, rückt der Tag des großen Rennens immer näher. Plötzlich häufen sich gefährliche technische Defekte an Coles Maschine. Steckt Maxwell dahinter? Kann Cole ihm noch trauen? Als es zu einem leidenschaftlichen Kuss zwischen den beiden kommt, steht ihre Welt auf einmal Kopf …

Meine Meinung:

Cole und Maxwell sind zwei Charaktere mit denen man mitfiebern kann. Durch ihre Entwicklung im Verlauf des Romans werden sie richtig lebendig. Die Spannung lässt einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, wenn man erst einmal mit dem Lesen begonnen hat. Durch überraschende Wendungen bleibt man auch am Ball. Denn man fragt sich ständig, wann die zwei denn endlich über ihren Schatten springen, was es mit der alten Geschichte um Miles Unfall auf sich hat und wo der Saboteur als nächstes zuschlagen wird. Es lässt einen einfach nicht mehr los.

Da ich schon andere Bücher der Autorin gelesen habe kann ich nur sagen: Der Schreibstil von Chris P. Rolls war gewohnt gut und lies sich flüssig lesen.
Sowohl die Crime-Aspekte, als auch die Liebesgeschichte gefiel mir ausgesprochen gut. Selbst die Erotik kam an den richtigen Stellen nicht zu kurz, wirkte aber auch nicht überladen.

Das Setting im Motorcross fand ich anfangs etwas ungewohnt, doch im Nachhinein hat es einfach wunderbar zu den Charakteren gepasst und die ein oder andere Situation, die einen schmunzeln ließ (Ich erinnere mich an einen Truck, einen Saboteur, zwei Verliebte und eine Kamera), erst möglich gemacht.

Fazit:

Für alle die mit Gay-Romance keine Probleme haben eine klare Leseempfehlung. Man erhält überzeugende Charaktere und eine Story, die einen nicht mehr los lässt.

5 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Schneeflüstern: Versuche zu lieben mit einem Herzen aus Eis“von Marlena Anders

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über Vorablesen.de erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

Autor: Marlena Anders
Buchtitel: Schneeflüstern: Versuche zu lieben mit einem Herzen aus Eis
Verlag: Forever Ullstein
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2016
Seiten:  340 Seiten
ISBN: 9783958180772

Klapptext:

Prinzessin Skye ist nicht nur wunderschön, sie besitzt auch eine besondere Gabe. Sie kann ihren Körper in Schneeflocken auflösen. Das macht sie zur geborenen Spionin. Doch für den jungen König des eisigen Landes Nelefe ist sie mehr als nur das – sie ist die Frau seines Herzens. Die Liebe der beiden scheint unerschütterlich. Bis Nelefe eines Tages durch eine feindlich gesinnte Herrscherin bedroht wird. Skye muss einen Spionageauftrag übernehmen und gerät dabei in Gefangenschaft. Sie wird vor die Wahl gestellt: Entweder sie verrät ihren Geliebten oder er stirbt, bevor sie auch nur den Palast erreichen kann. Für Skye beginnt ein Kampf gegen die Intrigen und um die Liebe.

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass ich mir schwer tue eine Rezension zu Schneeflüstern zu verfassen, da das Buch sich so gezogen hat, dass ich es immer wieder aus der Hand gelegt habe.

Die ersten 30-40 Seiten lassen sich gut und flüssig lesen und man fiebert mit Skye mit. Man kann sich wirklich gut in sie hineinversetzen und auch Zahr ist einem sympathisch. Kaum jedoch ist Skye in den Palast zurückgekehrt, verändert sie ihr Verhalten – sie wirkt hochnäsig und unnahbar – und auch wenn der Schreibstil sich immer noch gut lesen lässt, habe ich an dieser Stelle zum ersten mal mich nicht mehr mit einer Figur identifizieren können und die Spannung wurde deutlich weniger.

Leider ziehen sich die Identifikationsschwierigkeiten durch das ganze Buch. Selbst die vielversprechende und neue Idee, dass sich ein Mädchen in Schneeflocken verwandeln kann, hat mich nicht fesseln können. Auch die Beziehung zwischen Zahr und Skye plätschert nur vor sich her und sorgt damit nicht für ausreichend Spannung.

Fazit:

Schneeflüstern ist eine Fantasyromanze, die Potential hat, welches leider nicht genutzt wurde. Ein Blick in die Leseprobe bietet nur wenig Aufschluss darüber, ob dieses Buch etwas für einen ist oder nicht. Wer Durchhaltevermögen hat und sich nicht an sprunghaften Charakteren stört, kann einen Blick riskieren. Jedem anderen rate ich von einem Kauf ab.

2 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Royal Desire“ von Geneva Lee

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über das Bloggerportal erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

 

Autor: Geneva Lee
Buchtitel: Royal Desire
Reihentitel: Royals Saga 2
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016
Seiten:  385 Seiten
ISBN: 978-3734102844

Klapptext:

Enttäuscht und verletzt hat Clara ihre Beziehung zu Prinz Alexander nach einer letzten gemeinsamen Nacht beendet. Sie stürzt sich in die Arbeit, um ihn zu vergessen – vergeblich. Die Erinnerungen an ihn, an ihre gemeinsame Zeit lassen sich nicht auslöschen. Und Alexander ist kein Mann, der so leicht aufgibt. Kann er Clara von seiner wahren Liebe überzeugen? Und wird sie zu ihm stehen, wenn er seine dunkle Vergangenheit vor ihr enthüllt?

Meine Meinung:

In der ersten Hälfte des Romans fielen mir leider immer noch sehr viele Parallelen zu Shades of Grey und Crossfire auf. Die zweite Hälfte entwickelte sich zunehmend nach meinem Geschmack.

Insgesamt kam es mir so vor, als ob der erotische Aspekt zunimmt. Aber auch die Handlung entwickelt sich weiter und gerade Clara macht eine positive Entwicklung durch. Sie wartet nicht länger nur ab und nimmt alles hin. Sie wird selbst aktiver. Alexander hingegen geht mehr auf Clara ein und (SPOILER) stellt sie über seine Familie und Herkunft. (/SPOILER)

Die mögliche bzw. schon eher erwartete Hochzeit scheint als roter Faden zu dienen. Der Höhepunkt des ganzen ist leider sehr vorhersehbar, wenn auch schön gestaltet.

Fazit:

Eine positive Entwicklung im Vergleich zum ersten Teil, mit weiterem Potential nach oben.

4 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Und du bist nicht zurückgekommen“ von Marceline Loridan-Ivens

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar über Vorablesen.de erhalten habe (Danke dafür). Diese Rezension erfolgt jedoch ohne jegliche Beeinflussung.

Autor: Marceline Loridan-Ivens
Buchtitel: Und du bist nicht zurückgekommen
Verlag: Insel Verlag
Erscheinungsdatum: 07.09.2015
Seiten:  111
ISBN: 978-3-458-17660-2

Klapptext:

Marceline ist fünfzehn, als sie zusammen mit ihrem Vater ins Lager kommt. Sie nach Birkenau, er nach Auschwitz. Sie überlebt, er nicht. Siebzig Jahre später schreibt sie ihm einen Brief, den er niemals lesen wird.

Einen Brief, in dem sie das Unaussprechliche zu sagen versucht: Nur drei Kilometer sind sie voneinander entfernt, zwischen ihnen die Gaskammern, der Geruch von brennendem Fleisch, der Hass, die Unausweichlichkeit der eigenen Verrohung, die ständige Ungewissheit, was geschieht mit dem anderen? Einmal gelingt es dem Vater, ihr eine kleine Botschaft auf einem Zettel zu übermitteln. Aber sie vergisst die Worte sofort – und wird ein Leben lang versuchen, die zerbrochene Erinnerung wieder zusammenzufügen.
Marceline Loridan-Ivens schreibt über diese Ereignisse und über ihre unmögliche Heimkehr, sie schreibt über ihr Leben nach dem Tod, das gebrochene Weiterleben in einer Welt, die nichts von dem hören will, was sie erfahren und erlitten hat. Und über das allmähliche Gewahrwerden, dass die Familie ihren Vater dringender gebraucht hätte als sie: »Mein Leben gegen deines.«

„Und du bist nicht zurückgekommen“ ist eine herzzerreißende Liebeserklärung, ein erzählerisches Meisterwerk, ein einzigartiges Zeugnis von eindringlicher moralischer Klarheit – das wohl letzte Zeugnis seiner Art.

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches ist man taub. Man ist auf das Schlimmste eingestellt, da man schon aus dem Schulunterricht kennt, was in Ausschwitz geschehen ist. Man hat sich schon für die Schrecken eines Zeitzeugnisses gewappnet – zumindest dachte ich das.

Den ersten Abschnitt über das Lager habe ich noch völlig emotionslos gelesen. Zu viele ähnliche Berichte kennt man. Doch die Erzählung dessen, was Marceline erlebt und gedacht hat, als sie das Vernichtungslager verließ, sorgte dafür, dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte.

Insbesondere wenn es um den letzten Weg ihres Vaters ging, konnte ich Marcelines noch nach all dieser langen Zeit so großen Schmerz fühlen. Es ist für mich unvorstellbar, wie man mit einem solchen Schmerz in Worte fassen kann, doch ihr ist es gelungen dieses unglaubliche Werk zu schaffen.

Mich stört einzig und allein an diesem Buch, dass, auch wenn die Erinnerung an den Vater der rote Faden ist, immer wieder hin und hergesprungen wird. In dem einem Moment erfährt man das Marceline wieder bei ihrer Familie angekommen ist und in nächsten Moment ist man wieder einige Wochen oder Monate vorher noch immer auf ihrem Weg durch die Lager und Märsche, die sie überstehen musste. Dies mag daran liegen, dass es sich um Erinnerungen handelt und diese nun einmal nicht linear sind, doch mich hat es beim Lesen gestört immer darauf achten zu müssen, an welcher Stelle von Marcelines Erinnerungen ich mich befand.

Fazit:

Ich würde jedem das Buch empfehlen, da dieser Brief einzigartig ist.

4 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Bayou Heat – Raphael/Parish“ von Alexandra Ivy und Laura Wright

Autor: Alexandra Ivy, Laura Wright
Buchtitel: Bayou Heat – Raphael/Parish
Reihentitel: Bayou Heat 1
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 2014
Seiten: 220 Seiten
ISBN: 9783453316232

Klapptext:
Heiß, heißer, Bayou Heat – die große neue Paranormal Romance der Bestsellerautorinnen Alexandra Ivy und Laura Wright

Die Bayous sind ein Ort voller Magie und Geheimnisse. Dort leben die Pantera, ein Clan atemberaubend schöner und mächtiger Gestaltwandler. Da jedoch auf den Pantera ein dunkler Fluch liegt, der ihre ganze Art bedroht, werden zwei von ihnen auf eine gefährliche Mission in die Welt der Menschen geschickt: Raphael und Parish, der Diplomat und der Krieger. Womit die beiden allerdings nicht gerechnet haben, ist die Liebe, die ihnen in Gestalt der beiden Südstaatenschönheiten Ashe und Julia begegnet.

Meine Meinung:

Die Geschichten rund um Raphael und Ashe, sowie um Parish und Julia sind sehr kurzweilig und entsprechen dem Klischee eines Gestaltwandlerromans.

Ein Pärchen lernt sich kennen, es funkt sofort zwischen ihnen und es gibt unbeschreiblichen Sex, der paradoxerweise doch Seiten voller Wörter füllen kann. Irgendwann taucht dann auch noch ein Bösewicht auf, der die Frau entführen oder töten möchte, in diesem Fall war es letzteres, und schon eilt der Gestaltwandler zur Rettung. Diese gelingt und sie leben glücklich…. naja, das kennt ja wohl jeder.

In diesem Sinne ist auch meine Einschätzung von diesem Roman:Das Buch ist gut geschrieben, aber für meinen Geschmack zu klischeehaft, es hat mich nicht überraschen können. Allerdings war es trotz allem spannend geschrieben. Man ahnte zwar was geschehen würde, doch es muss ja nicht immer alles für tiefgründigere Unterhaltung sorgen. Von daher kann ich sagen, dass dieses Buch zur Unterhaltung spitze ist, vor allem wenn man sich für Gestaltwandeler interessiert. Man sollte aber darauf gefasst sein, das es einem nichts neues bietet, sondern nur zwei Geschichten erzählt, die dem längst schon Bekanntem entsprechen.

3 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „König der Vampire: Wolfskind“ von S. R. Nikolai

Autor: S. R. Nikolai
Buchtitel: König der Vampire: Wolfskind
Reihentitel: König der Vampire 1
Verlag: AAVAA Verlag
Erscheinungsdatum: 2011
Seiten: 311
ISBN: 978-3845901565

Klapptext:

Vampire und Werwölfe einmal ganz anders. Elisabeth, gerade zwanzig Jahre alt, wacht nachts unter Schmerzen auf. Sie trifft auf Vincent, der ihr eröffnet, gar nicht diejenige zu sein, für die sie sich immer gehalten hat. Eli ist eine Vampirin, die in der Welt der Menschen verloren ging. Zudem soll sie diejenige sein, die den Frieden zwischen Vampiren und Werwölfen bringt. Beide Arten existieren unerkannt neben den Menschen und stehen sich seit Jahrhunderten verfeindet gegenüber. Der Friedensvertrag wird geschlossen, und eine Liebe zwischen den Arten entwickelt sich bis hin zur Geburt einer neuen Art. Liebe und Leidenschaft hält Einzug im Hause des Vampirkönigs. Inmitten der ganzen Aufregung legt einer der Beteiligten ein Outing hin ein Vampir, der schwul ist! Und mittendrin taucht auch noch der Elfenprinz auf, der den Vampiren und Werwölfen den Krieg erklärt …

Meine Meinung:

Der Einstieg in den Fantasyroman wird durch einen Prolog erleichtert, der die Ausgangssituation erläutert. Allerdings ist der folgende Einstieg in die Handlung dennoch sehr abrupt und die Geschichte gewinnt so schnell an Tempo, dass man manchmal nicht mehr ganz mitkommt. Dies wird auch bei den vielen Charakteren deutlich. Ihnen fehlt durch diese Geschwindigkeit Tiefe und wirklicher Charakter. Es wird leider auch keine wirkliche Weiterentwicklung bei ihnen deutlich.

Außerdem hat mich insbesondere an dem Vampirhaushalt gestört, dass mir die Figuren bekannt vorkamen. Vinzent hat mich beispielsweise stark an Wrath aus der Black Dagger Reihe von J. R. Ward erinnert und auch Eli ähnelte mir in vielen Szenen, insbesondere auf Grund ihres Hintergrundes, zu sehr Beth. Bei Eli störte mich diese Ähnlichkeit mehr als bei Vinzent, da bei ihm diese Ähnlichkeit Eigenschaften betraf, die man bei einem Vampirkönig erwartet. Leider haben diese Ähnlichkeiten an dieser Stelle nicht aufgehört (Nathan≙Rhage; Etienne≙Vishous), sodass ich schon einen ersten Dämpfer meiner Lesefreude erhielt. (Ich will mit diesen Ähnlichkeiten nicht andeuten, dass die Ideen kopiert waren, dafür waren noch genug offensichtliche Unterschiede vorhanden, aber ich fand sie einfach etwas verwirrend.)

Der nächste Dämpfer folgte als sich alle Konflikte zwischen Wölfen und Vampiren sehr schnell auflösten, da alle Figuren sich sehr um ein Happy End bemühten. Selbst die neu aufgetauchten Konflikte wurden in Windeseile wieder gelöst.

Abschließen tut das Buch mit Andeutungen für den nächsten Band, die durchaus zum weiterlesen anregen (z.B. einen Freund für Juli).

Fazit:

Wer nur eine leichte Lektüre ohne tieferen Inhalt sucht, ist mit diesem Buch gut beraten. Denn obwohl mich die fehlende Tiefe gestört hat, gelang es diesem Buch mich zu fesseln und mich auch das eine oder andere Mal zum Schmunzeln zu bringen.

3 von 5 Büchern

bookmark_borderRezension zu „Dragon Kiss“ von G. A. Aiken

Autor: G. A. Aiken
Buchtitel: Dragon Kiss
Reihentitel: Dragons 1
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 2010
Seiten: 427
ISBN: 978-3-492-26763-2

Klapptext:
Diese Drachen sind jede Sünde wert!
Du wirst einen großen, dunkelhaarigen Fremden treffen – so hätte Annwyls Horoskop des Tages lauten können. Eigentlich ist die Kriegerin zäh und widerspenstig. Bis sie dem Drachen Fearghus über den Weg läuft und zu Wachs in seinen Klauen wird. Denn er ist groß, absolut tödlich, wahnsinnig attraktiv. Und er hat bisher noch nie Widerworte bekommen …
Der Auftakt zum neuen sexy Fantasy-Hit aus den USA!

Inhalt:
Der Inhalt des Buches ist in zwei Geschichten unterteilt.
Die erste Geschichte handelt von Annwyl, der Blutrünstigen und von Fearghus, dem Zerstörer. Annwyl versucht ihr Volk vor ihrem tyrannischen Bruder Lorcan, dem Schlächter von Garbhàn, zu befreien. Den Soldaten ihres Bruders gelingt es jedoch, sie in der Finsteren Schlucht in die Enge zu treiben. Überleben tut sie diesen Angriff jedoch nur durch die heilende Magie der Drachen. Durch die Rettung schuldet sie Fearghus ihr Leben. Sie kuriert ihre Verletzungen bei ihm aus. Im weiteren Verlauf beginnt sich eine Dynamik zwischen den beiden zu entwickeln, mit der sie selbst wohl am wenigsten gerechnet haben.
Die zweite Geschichte handelt von Rhiannon und Bercelak, dem Großen. Rhiannon wurde von ihrer Mutter, der Drachenkönigin Addiena vor der Höhle von einem ihrer treusten Soldaten (Bercelak) fallen gelassen. Dieser erhält die Chance, die Prinzessin zu der seinen zu machen. Dass die Pläne der Königin weiter reichen, als sie ursprünglich dachten, merken sie erst im Familiensitz von Bercelaks Vater. Und obwohl Rhiannon sich der Anziehungskraft zu Bercelak entziehen möchte, findet sie sich schnell in einer Familie wieder, die jeden in ihren Bann zieht.

Meine Meinung:
G. A. Aiken besitzt einen ganz eigenen Schreibstiel, der durch humorvolle Dialoge und sexy Szenen geprägt ist. Sie erzeugt dadurch eine ganz eigene Stimmung, die zu dieser verrückten Drachenfamilie passt.

Nun, vielleicht war die Zeit für sie gekommen, vollkommen den Verstand zu verlieren, wenn man bedachte, aus was für einer Familie sie stammte. Drachen taten so etwas gelegentlich.
S.66f

Durch die Dialoge werden auch die Eigenarten der Personen sehr gut deutlich. So hofft man zum Beispiel, dass Annwyl endlich ihre Liebe zu Feraghus erkennt.

»Naja, du bist sehr süß. Und charmant.«
»Man nennt mich Fearghus den Zerstörer!«
Sie tat es mit einer Handbewegung ab.
»Und mich nennt man Annwyl die Blutrünstige. Das beeindruckt mich nicht.«
S.87

Ebenso, wie man hofft, dass sie endlich ihren Bruder besiegt und das Land befreit. Im zweiten Teil fiebert man richtig mit Rihannon mit und wünscht sich, dass alles doch noch ein gutes Ende nimmt.
Dennoch erscheinen die Charaktere auf den ersten Blick zu stark und unnahbar. Insbesondere die ganzen Titel verstärken diesen Eindruck auch noch.

»Na,na, Annwyl. Kein Grund zu knicksen. Ein einfaches Kopfnicken und uneingeschränkte Verehrung sind mehr als genug«
S.102

Doch nach und nach erkennt man, wie sehr sie auf Unterstützung angewiesen sind. Auch der Humor, mit den sie sich untereinander hochnehmen, sorgt dafür, dass sie realistisch bleiben.

»Ich dachte, du würdest vor keinem Mann knien.«
»Du bist ein Drache. Und mach dir bloß keine Hoffnungen. Ich will nur deine Kralle sehen.«
»Ständig stehe ich auf dem Prüfstand.«
S.103

Fazit:
Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen, ebenso wie die folgenden Bände, die sich um diese verrückten Drachen drehen. Ich habe bei jedes Einzelne von ihnen praktisch verschlungen und lange Nächte sind einem mit solchem Lesestoff garantiert. Man sollte jedoch beachten, dass das Buch für Erwachsene geschrieben wurde und die Erotikscenen daher etwas ausführlicher beschrieben wurden.

5 von 5 Büchern